Januar 2012: 1.| Toy StoryBD (US — 1995 | Regie: John Lasseter)
Die Pixar-Spielfilmpremiere wirkt rückblickend ziemlich retro. Und vielversprechend. 10.| Die verlorene Ehre der Katharina BlumBD (DE — 1975 | Regie: Volker Schlöndorff & Margarethe
von Trotta)
Literaturverfilmung made in Germany. Schwarzbrot goes Leinwand. Mir gefällt's (trotzdem). 15.| The Count Of Monte-Cristo (GB·IT — 1975 | Regie: David Greene)
Das Buch habe ich nicht gelesen. Diese TV-Adaption habe ich vor ewigen Zeiten gesehen. Ist mir
als sehr stimmig in Erinnerung geblieben. Daran wird sich wohl auch nix ändern. 30.| Super 8BD (US — 2011 | Regie: J.J. Abrams)
Abrams ≠ Spielberg. Nett, die kleine Schwester von scheiße, so schlimm war's aber nun nicht. Februar 2012: 24.| The LadykillersBD (GB — 1955 | Regie: Alexander Mackendrick)
Köstlich. Ealing Studios FTW! März 2012: 7.| That Thing You Do! (US — 1996 | Regie: Tom Hanks)
Hanks Drehbuch-/Regiedebut ist eine kurzweilige Feel-Good-Hommage an die Swingin' Sixties.
Moinsen. Wird höchste Zeit, das neue Jahr blogtechnisch off zu kicken. An der Filmtagebuchfront gibt's noch ein paar Dinge nachzutragen. Da ich es viel zu selten schaffe, etwas Ausführlicheres zum Gesehenen zu schreiben, werde ich mich in Zukunft auch gar nicht mehr diesem selbst auferlegten Zwang unterwerfen und daher das Konzept ändern ... sporadisch wird es sicherlich noch mal 'nen Einzelbeitrag geben, aber insgesamt wird das hier minimalistischer werden — lean cuisine.
Zum Blogtitel: Anfang Februar habe ich mir ein Twitter-Konto zugelegt. Mehrheitlich als passiver Nutzer, denn Tweets der Sorte "Ich habe gerade einen faustgroßen Haufen geschissen!!!!" oder "Jetzt Pommes mit Bratensoße *yummy*" wird's von mir nicht geben. Als so eine Art eingedampftes Gesichtsbuch, eine zentrale Sammelstelle, die einen bei den Seiten die man ohnehin regelmäßig ansurft auf dem Laufenden hält, ist das aber richtig praktisch finde ich. Und die Möglichkeit des unverblümten Stalkens oder sogar in-Kontakt-Tretens mit dem einen oder anderen interessanten A-bis-C-Promi ist auch noch inbegriffen. Wahnsinn.
Und um diesem Beitrag wenigstens noch etwas passend Gehaltvolles mitzugeben, bitte hier klicken: Old Hollywood@tumblr. Feine Seite.
Oktober 2011: 1.| Charade (US — 1963 | Regie: Stanley Donen)
Wie war das? "Der beste Hitchcock-Film, den Hitchcock nie gedreht hat." 2.| The Wicker Man (GB — 1973 | Regie: Robin Hardy)
I wonder if I could have been here before as I drive up the Roman road the Theater seems familiar — perhaps I headed a legion up that same white road... I passed a chateau in ruins which I possibly helped escalade in the middle ages. There is no proof nor yet any denial. We were, we are, and we will be.
10.| Catch-22 (US — 1970 | Regie: Mike Nichols)
Ich habe bis dato noch keinen Film des gebürtigen Berliners Nichols gesehen, der nicht etwas
(ganz) Besonderes war. Catch-22 muss ich irgendwann noch mal einwerfen. 12.| Sabrina (US — 1954 | Regie: Billy Wilder)
Ich gehöre zu der Sorte, die das Remake von Sydney Pollack vor dem Original gesehen haben.
Letzteres hat mich jetzt nicht so richtig begeistert. Klassische Hollywood-RomCom hin oder her,
trotz großer Namen konnte ich mit keiner Figur wirklich "mitfühlen". Holden gibt den dümmlichen
Playboy, Bogart spielt (wenn es auch seiner Rolle gerecht werden mag) über weite Strecken
uninspiriert und das Frauenbild, das Hepburns Titelheldin verkörpert, empfand ich als ziemlich
armselig. Einen überspringenden Funken zwischen den beiden letztgenannten konnte ich auch
kaum ausmachen. Klingt schlimmer als es war, aber alles in allem war mir's dann schlicht zu alt-
backen. 13.| Edge Of The City (US — 1957 | Regie: Martin Ritt)
Ein überzeugendes & sehenswertes Außenseiterdrama mit anregendem Schluss. Guter Film. 29.| Kelly's HeroesBD (US·YU — 1970 | Regie: Brian G. Hutton)
Ein großartiger Haufen
alliierter Soldaten ist
auf eigene Faust hinter
den feindlichen Linien
auf der Suche nach
Nazi-Gold. Was will man eigentlich
mehr ...?
30.| Sunset Blvd. (US — 1950 | Regie: Billy Wilder)
Der schwergewichtige Stoff aus dem Traumfabrik gewebt ist ... zerfleddert. Großes Drama,
großes Schauspiel. Beeindruckend. Mein Highlight: Erich von Stroheim (mit seiner letzten Arbeit
für Hollywood). Klasse. 31.| Friday The 13th (US — 1980 | Regie: Sean S. Cunningham) *ki ki ki ... ma ma ma* Horror ist ja nicht so mein Genre. Die zahllosen Fortsetzungen von Jason
Voorhauts Abenteuern interessieren mich nach diesem Auftakt dann auch nicht wirklich. Tom
Savini hat allerdings einen spitzen Job gemacht. Verbucht unter "Endlich mal gesehen". November 2011: 3.| Halloween (US — 1978 | Regie: John Carpenter)
Noch so einer dieser Kategorie. Aber Carpenter ist dann doch ein anderes Kaliber. Fühlte mich
'chön spannend unterhalten. 6. & 13.| Star Wars: Episode III - Revenge Of The SithBD (US — 2005 | Regie: George Lucas) 18.| Kaze No Tani No NaushikaBD (JP — 1984 | Regie: Hayao Miyazaki) Zweitsichtung der Geschichte einer naturverbundenen Mädchenprinzessin und ihrem kämpfe-
rischen Einsatz für eine harmonischere Welt. Klingt vielleicht pathetisch, ist aber ein audiovisuell
wie inhaltlich wunderschöner, anregender Anime, der eigentlich auch einen Einzelbeitrag
verdient hätte. Ebenfalls wunderschön und meiner Meinung nach nicht zu toppen ist die japa- nische Blu-ray-Disc (mit deutschem Ton), die ich dankenswerterweise mein Eigen nennen darf. 27.| The Lion KingBD (US — 1994 | Regie: Roger Allers & Rob Minkoff)
Noch 'ne Zweitsichtung. Ganz schön grausam so ein Disneyfilm. Aber am Ende wird ja alles gut.
Animationsfilme in HD ... feine Sache. Dezember 2011: 4.| Toy Story 3BD (US — 2010 | Regie: Lee Unkrich) Pixar hat's drauf. Topp³. 25.| The Lord Of The Rings: The Fellowship Of The Ring*Extended EditionBD (NZ·US — 2001 | Regie:
Peter Jackson)
Einfach großartig.
Die Möglichkeiten für Hollywood, in 2011 noch Geld zu verdienen, werden langsam aber sicher weniger. Zeit, auf die möglichen Kassenschlager des kommenden Jahres aufmerksam zu machen. Und obwohl ich so was ja eigentlich nicht hier im Blog bringe, sind (neben The Girl With The Dragon Tattoo und Drive im Januar) jetzt schon drei Filme dieser Kategorie auf der "To See"-Liste, zu denen in der vergangenen Woche die ersten Trailer veröffentlicht wurden. Klappt das alles, wäre es gegenüber 2011 allein mit den genannten Filmen eine Steigerung der Kinogangquote um 400%, denn bis auf The Tree Of Life habe ich dieses Jahr nichts im Kino gesehen ... in chronologischer Reihenfolge der Veröffentlichung 2012:
This one who's blind ... she's the one that can see.
Es liegt auf dem Sofa: "Beyond the Fragile Geometry of Space" — der Titel des vom männlichen Protagonisten John Baxter (Donald Sutherland) verfassten Buches ist Programm. Und gleichzeitig auch nur Fassade, denn Wenn die Gondeln Trauer tragen wagt mehr als nur einen Blick über die Zerbrechlichkeit des Raumes hinaus. Der auf einer Kurzgeschichte der Britin Daphne du Maurier basierende und von ihrem Landsmann Roeg inszenierte Film führt einen Schritt für Schritt auf unsicheres Terrain; in eine Beziehung, der durch einen tragischen Unfall der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Die Suche nach einem Halt findet im nebensaisonalen Venedig statt. Kalt, verwinkelt, auf Wasser gebaut. Die Unterschiede zwischen Laura Baxter (Julie Christie) und ihrem Mann im Umgang mit ihrer Trauer treiben den Film voran und das Paar in einen Strudel von Ereignissen und Wahrnehmungen, die zunehmend außerhalb ihrer Kontrolle sind. Don't Look Now ist einer dieser Filme, die mich nicht loslassen. Vor Jahren das erste Mal gesehen, hat mich die jetzige Sichtung auf Blu-rayalles andere als enttäuscht. Ein mysteriöses und noch dazu wunderschön fotografiertes Drama, das die handelnden Personen mit Unerklärlichem konfrontiert, ohne dass dieses selbstzweckhaft oder effekthascherisch missbraucht wird. Im Gegenteil. Es ist genauso un-|bewusster Handlungsbestandteil wie es Bestandteil des Lebens ist. Man wird gleichsam dafür sensibilisiert und das Ergebnis wirkt umso bedrohlicher. Die Bedeutung der Liebe im Film, Pino Donaggios erste Filmmusik oder der Symbolreichtum sind weitere Punkte, die erwähnt werden müssen. Nicht nur zu dem letztgenannten kann man sicher Bücher lesen, die große Sogkraft entfaltet sich vielleicht aber gerade dadurch, dass man es nicht tut. Dazu passt sinngemäß ein Satz des Regisseurs aus dem Audiokommentar: "Every drama has to have something unfinished." Für mich ein zeitloses Meisterwerk.