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Montag, 30. Juni 2014

» Vue en blog. Mai-Juni|14

Serien:
· Mad Men Om(engl.)U Staffel 1 — wird sicherlich mal fortgesetzt. Vom Hocker gehauen hat's mich
  nicht, denn mit Don Draper gab es für mich nur einen (1) Charakter, den ich wirklich interessant
  fand bzw. der nicht (in irgendeiner Form) nervte;
· Breaking Bad Om(engl.)U BD Staffeln 1 bis 4 — okay: großartig, hammer, genial. Was freue ich mich
  auf die finale Staffel 5 ... bitch.

Mai 2014:
11.| Higashi No Eden Gekijoban I: The King Of Eden BD (JP — 2009 | Regie: Kenji Kamiyama) &
        Higashi No Eden Gekijoban II: Paradise Lost BD (JP — 2010 | Regie: Kenji Kamiyama)
Higashi No Eden Gekijoban I + II Poster Ausschnitt (JP)
        Etwas lauwarme Spin-Offs in Spielfilmlänge, die den Elan und das anarchisch Mysteriöse der
        gleichnamigen Serie vermissen lassen. Für mich steht die Serie auch sehr gut alleine da.
        7/10
     | Snow White And The Seven Dwarfs Om(engl.)U BD (US — 1937 | Regie: David Hand et al.)
Snow White And The Seven Dwarfs Poster Ausschnitt (US)
"The happiest, dopiest, grumpiest, sneeziest movie of the year."
        Disneys Erstling ist farbenfroh, wunderschön animiert, abwechslungsreich und hat mir durchweg
        richtig Spaß gemacht.
        7,5/10
12.| Chinatown Om(engl.)U BD (US — 1974 | Regie: Roman Polanski)
Hollis seems to think you're an innocent man.
— Well, I've been accused of a lot of things before, Mrs. Mulwray, but never that.

Chinatown Poster Ausschnitt (US)
        In allen Belangen packendes Film-Noir-Revival mit starkem Drehbuch (und ebensolchem
        Soundtrack von Jerry Goldsmith).
        8/10
17.| The Thief Of Bagdad OV BD (US — 1924 | Regie: Raoul Walsh)
        Dieses nicht nur visuell spektakuläre Fantasy-Abenteuer aus tausendundeiner Nacht mit einem
        schelmisch-leichtfüßigen Douglas Fairbanks hat mich von Anfang bis Ende in seinen bezaubernden
        Bann gezogen. Große Klasse.
The Thief Of Bagdad Poster Ausschnitt (US)
        8,5/10
Juni 2014:
9.| Vampyr (dt.) OV (DE — 1932 | Regie: Carl Theodor Dreyer)
Vampyr Werbung Ausschnitt (DE)
        "Die seltsamen Abenteuer des David Gray" ... der (teils internationale) Ergänzungstitel
        beschreibt Dreyers Übergang zum Tonfilm besser: Der zwischen (Alb-)Traum & Wirklichkeit,
        Licht & Schatten mäandernde, enigmatische Gruselfilm greift den Vampirhype seiner Zeit nur
        rumpfartig auf. Mir hat vor allem das mysteriösere erste Drittel besser gefallen als der Rest.
        7/10
11.| Judex Om(engl.)U (FR·IT — 1963 | Regie: Georges Franju)
Judex
        Vor allem durch teils (richtig) miese Schauspielerleistungen sowie hölzerne Inszenierung hat diese
        Melange aus '60s-Flair und Stummfilmhommage für mich nicht so richtig funktioniert. Obwohl das
        alles richtig gut anfing (siehe Bild) ...
        6/10

Punkt

Sonntag, 30. September 2012

» Vue en blog. Juli-September|12

Juli 2012: 29.| The Seventh Cross OV (US — 1944 | Regie: Fred Zinnemann)         Basierend auf einem Anna Seghers Roman von 1942 entstand dieser Film ein Jahr vor Kriegsende.         Die ideologische Basis ist erkennbar, das Drehbuch ausgewogen, vielschichtig und verdammt         spannend. Inklusive herausragender Schauspielerleistungen ein beeindruckendes Werk. Und eine         absolute Empfehlung ...      | Toy Story 2 BD (US — 1999 | Regie: John Lasseter; Lee Unkrich & Ash Brannon)         Großer Spaß mit kleinen Spielzeugen. Vielleicht der schwächste Teil der Trilogie, aber auf diesem         Niveau ist das eine sehr relative Aussage. 31.| Dirty Rotten Scoundrels (US — 1988 | Regie: Frank Oz)         Hochgradig gute Unterhaltung an der Côte d’Azur mit einem bestechend aufgelegten         Schauspielerduo/-trio. Hier stimmt in Sachen Chemie, Witz & Flair so ziemlich alles — bis zum         Schluss. Hauptsächlich wegen Jürgen Thormann (wieder) auf deutsch geguckt. Dr. Emil         Schauffhausen FTW. Ich liebe diesen Film.

Zwei hinreißend verdorbene Schurken

August 2012: 5.| Hotaru No Haka (JP — 1988 | Regie: Isao Takahata)

Das letzte Glühwürmchen

        Kontrastprogramm. Die letzten Glühwürmchen — ein Anime des Studio Ghibli. Diesmal allerdings         so schonungslos und niederschmetternd traurig wie nur irgendwas ... ein sehenswerter         Antikriegsfilm.      | Monsters, Inc. BD (US — 2001 | Regie: Pete Docter; Lee Unkrich & David Silverman)         Solide Kurzweil aus dem Hause Pixar. Brauchte bei mir aber etwas bis sie in Fahrt kam. Beim         nächsten Mal wird er im O-Ton geguckt. 14.| Cars BD OV (US — 2006 | Regie: John Lasseter; Joe Ranft)         Auch wenn die Geschichte selbst kaum neu ist, die Animationen & Ideen sind klasse und außerdem         hört man Paul Newman bei seiner letzten Arbeit. Hat mir in jedem Fall mehr Spaß gemacht als der         Film vorher. 15.| Playtime BD (FR·IT — 1967 | Regie: Jacques Tati)

Playtime Poster (PL)

        (Fast) sprachloses Meisterwerk eines großartigen Menschenbeobachters. 20.| Modern Times BD (US — 1936 | Regie: Charles Chaplin)         Genial, zeitlos, unvergesslich. Klassiker. 21.| Chaplin BD (FR·IT·JP·US — 1992 | Regie: Richard Attenborough)         Ich fand, dass das eine stimmig verfilmte Biographie war. John Barrys Hauptthema blieb mir         zudem noch tagelang im Ohr ... 22.| Despicable Me BD (US — 2010 | Regie: Pierre Coffin & Chris Renaud)         Hierzu möche ich Folgendes sagen:          © 2010 Interscope         Trotz US-Produktion: Die feine französische Note ist spürbar. Très bien! 26.| Cloudy With A Chance Of Meatballs BD (US — 2009 | Regie: Phil Lord & Chris Miller)         Weniger fein, mehr so mit der groben Kelle. Ziemlich bunt, ziemlich abgedreht. *rülps*      | Ratatouille BD (US — 2007 | Regie: Brad Bird & Jan Pinkava)         Pixar haute cuisine. Superb! 29.| A Bug's Life BD (US — 1998 | Regie: John Lasseter & Andrew Stanton)         Weil's so schön sein kann. Tolles Frühwerk der fleißigen Animationsameisen aus Emeryville. 30.| The Hunger Games BD OV (US — 2012 | Regie: Gary Ross)         Zweitsichtung. Kino-Einzelbeitrag hier. September 2012: 1.| Carnage BD OV (DE·ES·FR·PL — 2011 | Regie: Roman Polański)         Vernunft & Anstand können einem manchmal aber auch so was von auf den Sack gehen. Polański         bittet zum intimen Paargespräch, das in Echtzeit aus dem Ruder läuft. Und es ist ein Genuss,         dabei zuzuschauen.

Freitag, 30. September 2011

» Vue en blog. Juli-September|11

Serienreife:
Rome Staffel 2 auf BD läuft noch sowie Cheers Staffel 1 und 2 bzw. aktuell die dritte. Irgendwie Liebe auf den ersten Blick. 'Ne extrem gemütliche Serie. "Sometimes you wanna go where everybody knows your name" ...

Juli 2011:
31.| The Wolf Man (US — 1941 | Regie: George Waggner)
        Als einer der ersten Tonfilme greift der Universal-Streifen das mythische Thema Werwolf auf; mit
        dem Drehbuch führte der deutschstämmige Curt Siodmak diverse "lykanthropische Legenden"
        ein, die Teil der westlichen (Pop-)Kultur wurden. In dem auch sonst hervorragend besetzten
        Horrordrama spielt Lon Chaney junior, Sohn des großen Stummfilmmimen, überzeugend die
        tragische Rolle des Gebissenen & Getriebenen. Vielleicht macht es jetzt Sinn, sich mal das
        letztjährige Remake mit Benicio Del Toro und Anthony Hopkins anzugucken ...
August 2011:
5.| Away We Go (GB·US — 2009 | Regie: Sam Mendes)
        "Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr." Für das Protagonistenpärchen
        bereitet auch der erste Teil Schwierigkeiten, denn ein passender Ort zum Wurzeln schlagen will
        gefunden werden. Der Roadtrip von Sam Mendes ist mir teilweise zu sehr bewusst auf Indiefilm
        getrimmt, führt aber an einigen sehr lustigen und vor allem zum Ende hin schönen Momenten
        vorbei — irgendwie passend werden vor allem erstgenannte auch fast schon gänzlich im Trailer
        verbraten. Allison Janney und Maggie Gyllenhaal rocken. Sinngemäß genauso wie der Acoustic
        Soundtrack des britischen Singer-Songwriters Alexi Murdoch.
     | The Night Of The Hunter (US — 1955 | Regie: Charles Laughton)
        Der auf dem 1953er Davis-Grubb-Roman gleichen Titels basierende Film hat mich thematisch wie
        stilistisch absolut beeindruckt. Von dem Charakter des von Robert Mitchum gespielten falschen
        Predigers geht eine unberechenbare Bösartigkeit aus, die sich nicht nur in derart perfider
        Manipulation von Kindern äußert, dass es fast unerträglich ist, sondern die auch filmgeschichtlich
        ihresgleichen sucht. Das Gegengewicht der gutherzigen & resoluten alten Dame wird großartig
        von Lillian Gish verkörpert. Auch wenn mir das stellenweise sehr theatralische Schauspiel
        ungewöhnlich vorkam, der Genremix aus Psychothriller, Drama und Film noir bietet inhaltliche
        Fülle und bedrohliche Spannung vom ersten bis zum letzten Frame. Aus dem expressionistischen
        Spiel mit Licht, Schatten und Perspektiven ergeben sich unvergessliche, teils (alb-/)traumhafte
        Einstellungen.
        Diese einzige Regiearbeit des englischstämmigen Laughton teilt das Schicksal mit manch anderem
        zeitlosen Meisterwerk: Erst über die Jahre & Jahrzehnte wurde seine Bedeutung anerkannt —
        seit 1992 gehört Die Nacht des Jägers zum US-amerikanischen National Film Registry.
7.| Touch Of Evil (US — 1958 | Regie: Orson Welles)
        Ich habe ja nun noch nicht wirklich viele Filme von resp. mit Orson Welles gesehen, habe
        allerdings meist den Eindruck, dass er tierischen Spaß hat beim Arbeiten vor & hinter der
        Kamera. Nicht anders in diesem tragikomischen Film-Noir-Krimi mit allerhand windiger Gesellen
        und Gesellinnen dies- & jenseits des Gesetzes bzw. der Grenze Mexiko/USA. Welles als
        alteingesessener, ziemlich abgehalfterter Detective mit fetter Maske und bewegter
        Vergangenheit muss sich nach einem tödlichen Bombenanschlag im Grenzgebiet mit dem
        schneidigen, mexikanischen Chef des Rauschgiftdezernats rumschlagen (Charlton Heston inkl.
        feinem Oberlippenbärtchen und Schuhcreme im Gesicht). Das Duell führt von einer mit Henry
        Mancinis exotischen Bossa-Nova-Klängen unterlegten, grandios schnittlosen Anfangssequenz
        über verschlungene Pfade zu einem denkwürdigen Finale unter einer Brücke. Marlene Dietrich
        sagt zum Abschied leise adiós — große Klasse.
        Gesehen habe ich die 1998 rekonstruierte Fassung. Passend dazu: Die schöne, im November
        erscheinende Eureka!-BD ihrer "The Masters of Cinema"-Reihe.
     | Kôkaku Kidôtai (JP — 1995 | Regie: Mamoru Oshii)
        Eventuell war der audiovisuelle Übergang doch etwas krass, der vorangegangene Film zu
        begeisternd oder ich war schlicht schon zu müde. Irgendwie fällt mir zu Ghost In The Shell
        gerade nicht allzu viel ein. Vielleicht sollte ich diesen technoiden (The Matrix inspirierenden) Sci-
        Fi-Anime noch mal gucken, bevor ich jetzt hier versuche mir irgendwas aus den Fingern zu
        saugen. Die Cybernippel standen in jedem Fall wie 'ne Eins ...
10.| Notorious (US — 1946 | Regie: Alfred Hitchcock)
        Ich finde es meist hochinteressant, wenn's um den Verbleib bzw. das Schicksal untergetauchter
        Nazis geht (The Boys From Brazil möchte ich auch unbedingt noch sehen). Ein Jahr nach
        Kriegsende nimmt sich Hitchcock des Themas an und liefert einen rundum unterhaltenden,
        romantischen Thriller mit vielen erlesenen Zutaten. Nachdem er mir vor allem bei Arsen und
        Spitzenhäubchen
auch schon regelrecht auf den Keks ging, muss ich hier Cary Grant als ernsten
        US-Agenten hervorheben. Ingrid Bergmann und Claude Rains runden das wirklich tolle Hauptdar-
        stellertrio ab (Casablanca habe ich noch nicht gesehen ...), das wie angedeutet nur ein (1)
        Bestandteil eines starken Films ist.
13.| Soylent Green (US — 1973 | Regie: Richard Fleischer)
        "Ah, people were always lousy ... but there was a world once." So ein Zitat aus diesem
        dystopischen Sci-Fi-Film, der in einer vor allem von Überbevölkerung und Umweltverschmutzung
        geprägten, urbanen Welt spielt — eine faszinierende Titelsequenz zeigt im Zeitraffer den Weg
        dorthin. Eine zumindest ähnlich straffe Erzählweise hätte mir an mancher Stelle auch noch besser
        gefallen; das zwar äußerst gediegene 70er-Jahre-Flair lässt das Ganze für meine Begriffe
        gleichzeitig etwas altbacken wirken. Trotzdem packt einen das Gezeigte mit seiner
        pessimistischen (an Fahrenheit 451 erinnernde) Grundstimmung, das Ende hat Klasse. Obiges
        Zitat stammt von Edward G. Robinsons Charakter mit dem bezeichnenden Vornamen Sol — er
        sorgt in seinem letzten Film für die emotional herausragenden Momente! Der kleine große Mime
        verstirbt einige Tage nach Drehschluss und erhält 1973 posthum den Ehren-Oscar für sein
        Lebenswerk.
14.| Kind Hearts And Coronets (GB — 1949 | Regie: Robert Hamer)
        Was hab' ich mich königlich amüsiert. Ein Paradebeispiel britischen Humors, unterkühlt, schwarz
        und dabei stets distinguiert serviert, denn: Noblesse oblige. "A hilarious study in the gentle art
        of murder"
heißt es auf dem UK-Quadposter. Ein cleveres Drehbuch und genüssliche
        Schauspielerlleistungen - allen voran Dennis Price & acht Mal (!) Sir Alec Guinness - machen den
        bierernsten Spaß perfekt. Absolute Empfehlung — großartiger Film!
        Am 5. September erscheint übrigens die englische Optimum-BD — ich verlinke dazu mal auf den
        entsprechenden Beitrag der sehr zu empfehlenden Seite DVDuell.de.

Kind Hearts And Coronets Poster (IT)

15.| Half Nelson (US — 2006 | Regie: Ryan Fleck)
18.| The Stranger (US — 1946 | Regie: Orson Welles)
     | Lars And The Real Girl (CA·US — 2007 | Regie: Craig Gillespie)
        Hat so was Skandinavisches an sich. Gute Sache. Und Herr Gosling ist immer gerne gesehen.
21.| The Swimmer (US — 1968 | Regie: Frank Perry/Sydney Pollack)
        Ein erst recht für eine Hollywoodproduktion äußerst bemerkenswerter Film, in dessen Verlauf ein
        Mann (Lancaster) durch seinen Amerikanischen Traum mäandert und sogartig auf ein bitteres,
        kathartisches Ende zusteuert. Verdammt beeindruckend, poetisch, zeitlos. Muss ich unbedingt
        noch mal sehen.
24.| The Ghost Writer (DE·FR·GB — 2010 | Regie: Roman Polański)
28.| Somewhere BD (US — 2010 | Regie: Sofia Coppola)
29.| Mean Creek (US — 2004 | Regie: Jacob Aaron Estes)
        Die Melange aus Stand By Me und Deliverance dieses Teenager-Dramas hat mich ziemlich
        überzeugt.
30.| Rashômon (JP — 1950 | Regie: Akira Kurosawa)
September 2011:
3.| À Bout De Souffle BD (FR — 1960 | Regie: Jean-Luc Godard)
4.| Ladri Di Biciclette (IT — 1948 | Regie: Vittorio De Sica)
5.| The Crow BD (US — 1994 | Regie: Alex Proyas)
10.| Don't Look Now* OV BD (GB·IT — 1973 | Regie: Nicolas Roeg)
20.| Les Fugitifs (FR — 1986 | Regie: Francis Veber)
        Veber, Richard, (ihr Alter Ego François Pignon,) Depardieu, Cosma ... und das kleine Mädchen.
        What's not to like?

Richard & Bret

24.| Star Wars: Episode I - The Phantom Menace BD (US — 1999 | Regie: George Lucas)
25.| Wait Until Dark (US — 1967 | Regie: Terence Young)
        (Ganz) feiner Thriller von Bond-Veteran Young mit packender Story & tollem Ensemble. Ich liebe
        die '60er.
     | Star Wars: Episode II - Attack Of The Clones BD (US — 2002 | Regie: George Lucas)
27.| L'Animal (FR — 1977 | Regie: Claude Zidi)
        Guilty pleasure. Ein irrer Typ Franzosenklamauk mit einem bestens (!) aufgelegten Belmondo und
        einer (erstklassig besetzten) deutschen Synchronisation aus dem Hause Rainer Brandt. Zudem:
        Musik von Vladimir Cosma und natürlich der unvergleichliche Aldo Maccione als stotternde
        Regiegröße Sergio Campanese — jede Menge lulz garantiert.
        [Wann erscheint endlich Zwei Kamele auf einem Pferd?!]

Montag, 31. August 2009

» Vue en blog. August|09

Weiter geht's mit ...

August 2009:
1.| Home For The Holidays (USA — 1995 | Regie: Jodie Foster)
Fosters zweite Regiearbeit ist wie bspw. schon Pieces Of April (siehe VEB-Eintrag zuvor) ein Film
über ein Thanksgiving-Familientreffen, währenddessen sich auf etwas reifere aber nicht minder
charmant-bittersüße Art klare & versteckte Zuneigungen, Feindschaften sowie Skurrilitäten der
Beteiligten offenbaren. (Sehr) gutes & toll harmonierendes Ensemble!
| Get Carter (USA — 2000 | Regie: Stephen T. Kay)
Ich 'versuche', Remakes nicht pauschal zu verdammen. Der Versuch, sie als eigenständige Filme
zu sehen bzw. zu beurteilen fällt natürlich umso schwerer, je mehr man das Original schätzt.
Dilemma — selbiges tue ich im vorliegenden Fall SEHR. Die Schwerpunkte, die hier gesetzt werden
haben nur noch "storygerüsttechnisch" etwas mit der Vorlage zu tun und ohne jeglichen
Vergleich bleibt ein leidlich bemüht wirkender Actionstreifen; mehr nicht. Schlussendlich dann
also doch mein Fazit: Caine is Carter.
2.| Elephant (USA — 2003 | Regie: Gus Van Sant)
"Teil 2" von Van Sants "Todestrilogie" [Spoiler!]. Eine neutrale/nüchterne Haltung bei emotional
bzw. generell komplexen Taten wie einem Schulmassaker an den Tag zu legen, mag ein Ansatz sein
damit umzugehen. Wenn ein Film dies tut, um damit zum einen den Zuschauer letztlich kalt zu
lassen und zum anderen die (für alle Nicht-Zyniker inhärente) Frage nach dem Warum ganz
bewusst nicht resp. als "offensichtlich nicht klärbar" zu beantworten (gleichzeitig aber nicht
mehr als Platitüden anbringt, um doch ein paar Ansätze zu liefern), dann ist mir das einfach
etwas zu wenig. Der das Ganze inspirierende Kurzfilm gleichen Namens ist da in jedem Fall
konsequent(er). "Dennoch" würde ich diesen Elefanten (auch dank Optik & Erzählperspektive[n])
empfehlen. Bestenfalls lässt er kontrovers diskutieren.
| The Kingdom (D·USA — 2007 | Regie: Peter Berg)
Die politische Großwetterlage, die als Hintergrund dieses von 'Lions For Lambs'-Drehbuchautor
Carnahan geskripteten Films dient, wird stylish in & mit den Eröffnungstiteln abgefrühstückt.
Danach gibt's "CSI: Riad" auf FBI-Niveau mit grundsätzlich wenigen Überraschungen in Sachen
'West meets Middle-East', aber einigen wirklich imposanten & gelungenen Actionsequenzen!
| Det Sjunde Inseglet (S — 1957 | Regie: Ingmar Bergman)
Entkräftet & ausgezerrt finden sich Kreuzritter Antonius Block (Max von Sydow) und sein
einfacher Gefolgsmann bei ihrer Rückkehr aus dem Gelobten Land am Strand ihrer Heimat wieder,
nur um vom leibhaftigen Tod (Bengt Ekerot) empfangen zu werden — die Pest hat das Land fest im
Griff. Eine Partie Schach verschafft Block Zeit und dem regungslos seinen immer gleichen Dienst
verrichtenden Sensenmann Kurzweil — es kann ohnehin nicht sein schwarzer König sein, der fällt.
Den Edelmann bzw. eine Gruppe von fahrenden Gauklern auf ihrem Weg begleitend beschreibt der
Film einen an Symbolik reichen Querschnitt von Menschen in Zeiten apokalyptischer Verzweiflung.
Gott (wie auch Satan) ist nicht gegenwärtig, nur der Tod ist es und gibt sogar den Beichtvater.
Bergman mag Atheist sein, aber er ist kein Zyniker — es ist bei Weitem nicht alles hoffnungslos in
diesem wirklich beeindruckenden, mittelalterlich-zeitlosen Werk ...
3.| Le Locataire (F — 1976 | Regie: Roman Polański)
Der Mieter goes loco. Ob es an dem Verlust von Privatssphäre, der Ausgrenzung, seinem
unscheinbaren & nach außen schwächlich wirkenden Charakter oder schlicht dem Haus, seinen
Bewohnern bzw. der Wohnung selbst liegt ... Trelkovsky (Polański) verfällt dem Wahnsinn. Und
die Art & Weise wie man dies als Zuschauer erlebt, trieb mir Gänsehautschauer über den Rücken
wie ich sie in vergleichbarer Weise bisher nur bei Don't Look Now erlebt habe. Langsam stetig
diffus subtil fies (große) Klasse.
7.| The Great Dictator (USA — 1940 | Regie: Charles Chaplin)
Man muss mit sich wiederholenden "Spiegel TV"- oder Guido-Knopp-Dokus zum Thema NS-Zeit nicht
mal übersättigt sein, um die Bedeutung dieses Films zu begreifen. Mit der universellen Kraft und
Macht des Humors wird ein System samt seines Führers & dessen Schergen demaskiert. 1940 ...!
Da ich selten eine informativere Rezension als diese gelesen habe, verweise ich für lesenswertes
Mehrwissen darauf; auch SPON hat filmisch Weiterführendes im Angebot. Ich biete noch
SprachKotCode und Klartext: Charles Chaplin als der "Große Diktator" und als ... er selbst. (Ganz)
"Großes Kino".
8.| Abwärts (D — 1984 | Regie: Carl Schenkel)
Schauspieler/Charaktere wie (dezent hintergründige) Story überzeugen eigentlich — es ist schon
ziemlich stickig in diesem Aufzug(sschacht). Lediglich der '80er-Jahre-Muff scheint selbst dort
leider unübertünchbar. Solide gut.
9.| Efter Brylluppet (DK·S — 2006 | Regie: Susanne Bier)
Keine Ahnung, ob das dänische Filmhochschulsystem einfach nur verdammt gut oder ob es Zufall
ist, dass unser kleines, nördliches Nachbarland derart feine Regisseure & Drehbuchautoren
hervorbringt/-gebracht hat — vielleicht liegt's aber auch an Dogma 95, das dem Ganzen
ursprünglich die (Ausdrucks-)Form verliehen hat ...? Ich bin kein Fachmann, weiß allerdings,
dass sich bspw. auch Nach der Hochzeit (der deutsche Titel des Films) in mehrfacher Hinsicht
mehr als nur wohltuend abhebt von gewohnten Hollywooddramen. Absolut großartig geschrieben,
fotografiert & gespielt. Mittendrin statt nur dabei.
| Wilbur Wants To Kill Himself (DK·F·GB·S — 2002 | Regie: Lone Scherfig)
Drehbuch-Däne Anders Thomas Jensen, die Zweite. Vielschichtig-bittersüßer Film mit britischem
Humor über den Tod, das Leben & die Liebe — so kompliziert und doch so einfach. "Meet a man
dying to live."
[Nicht nur Mads Mikkelsen als Arzt Horst (einmal mehr)] Klasse ...
11.| Mifunes Sidste Sang (DK·S — 1999 | Regie: Søren Kragh-Jacobsen)
[Jensen, die Dritte.] Der dritte Dogma-Film ... die Art wie hier das Sich-Zusammenfinden von vier
Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen, Persönlichkeiten und Schicksalen in der
dänischen Einöde geschildert wird, berührt spontan und mit natürlich-unverstelltem Blick. Und
wirkt so schön einzig. Spitze.
13.| Limelight (USA — 1952 | Regie: Charles Chaplin)
Chaplins letzter in den USA produzierter Film. Die Weltpremiere in London nutzt J. Edgar Hoover,
um die Rückkehr Chaplins in die Staaten zu verhindern. Nur noch ein Mal kommt dieser zurück:
1972 zur Verleihung des Ehren-Oscars. Ab 1952 lässt sich der gebürtige Brite in der Schweiz
nieder.
In Rampenlicht schwingt viel Persönliches und Wehmut mit. Ein ernster Film über die letzten Tage
eines großen, alternden Künstlers, der mit seiner Weisheit & Würde einer jungen Ballerina Kraft
und Lebensmut gibt. Aber kein Chaplin ohne Komik — u.a. die Szenen mit Buster Keaton sind
wunderbar. Wie der gesamte Film ...
14.| Absence Of Malice* (USA — 1981 | Regie: Sydney Pollack)
Die Vierte Gewalt auf der Anklagebank. Engagierter, aber auf mich dann irgendwie zu seicht
wirkender Streifen über die Macht der Presse bzw. Paul Newman, der sich dagegen zur Wehr
setzt.
19.| The Gold Rush (USA — 1925 | Regie: Charles Chaplin)
Der kleine Vagabund mit der großen Hose und dem großen Herzen auf Goldsuche am Klondike.
Mehr als nur beachtlich, wie facettenreich Chaplin das Medium Film zu dieser Zeit zu nutzen
versteht. Traum & Wirklichkeit, Poesie & [SFX-]Action — nach eigener Aussage sein bester Film
ohne Worte. Unter (vielem) anderem unvergesslich: Der Brötchentanz. Allzeitklassiker!

Chaplin (TGR - 1925)

20.| Lilja 4-Ever (DK·S — 2002 | Regie: Lukas Moodysson)
Dieser in tagtäglicher Realität fußende Film über den unmenschlichen Leidensweg einer jungen
Frau ist in seiner überwiegend trostlos dokumentarischen Art ein betroffen und nachdenklich
machender Schlag in die Magengrube. Schwer(wiegend)e Kost, die für meine Begriffe auch durch
die richtige Balance zwischen Wertfreiheit und Beschreibung der Gefühlswelt der Protagonistin
mit filmischen Mitteln wirkt. Tief-/-Traurig beeindruckend. Und nichts für zwischendurch oder
nebenbei.
25.| The Phantom Of The Opera (USA — 1925 | Regie: Rupert Julian et al.)
Bisher hatte ich diesen Stoff immer mit dem Namen Andrew Lloyd Webber verbunden, wobei
Musicals überhaupt nicht meine Sache sind ... es wurde also höchste Zeit, sich diese erste
(zumindest erhaltene bzw. stummfilmische) Adaption des Gaston-Leroux-Romans von 1910
anzugucken. Nicht zuletzt durch die effektvolle Leistung von Lon "The Man of a Thousand Faces"
Chaney gilt dieser opulente, von Carl Laemmles Universal Studios produzierte Film als Maßstab für
viele weitere Phantom-Versionen & Meilenstein des Horrorgenres — sehenswert!
26.| Rosemary's Baby (USA — 1968 | Regie: Roman Polański)
Gekonnt spielt Polański nicht nur mit den offenen & versteckten Ängsten einer Erstgebärenden,
sondern auch dem offenen & okkulten Horror des "Normalen". Dies ist der zweite Beitrag seiner
losen Trilogie über die Surrealitäten von Mietshäusern & ihren Bewohnern, in der Le Locataire
bisher definitiv mein Highlight ist (siehe oben) — ich bin noch gespannt auf Repulsion von 1965.
27.| Blinkende Lygter (DK·S — 2000 | Regie: Anders Thomas Jensen)
Jensen diesmal als Drehbuchautor-Regisseur. Gediegen-flotter Genremix über einen dänischen
Kleinganoven in der Midlife-Crisis und seine Crew. Skurril, launig und mit dem Herzen auf dem
richtigen Fleck. Schön.
29.| Planet Terror (USA — 2007 | Regie: Robert Rodriguez)
Part 1 der Rodriguez-/Tarantino-Verbeugung vor den Grindhouses des US-Kinos der 60er/70er
Jahre. In feinster B-Movie-Manier spritzt & splattert es unernst und unterhaltsam vor sich hin.
Übrig blieben bei mir einige Lacher und die Tatsache, den Film gesehen zu haben. So richtig viel
scheine ich dem Texaner nicht abgewinnen zu können. From Dusk Till Dawn (mit einem Drehbuch
von Tarantino) bleibt für mich Rodriguez' bester. Der Vollständigkeit halber bei Gelegenheit mal
den anderen Teil des Double Features sichten.
30.| There Will Be Blood* (USA — 2007 | Regie: Paul Thomas Anderson)
"There Will Be Greed. There Will Be Vengeance." [Immer noch] Wuchtig-genial!
| 1408 (USA — 2007 | Regie: Mikael Håfström)
Psychisch-angeschlagener-Mann-im-Hotelzimmer-Horror, der mir letztlich zu glatt geraten ist,
aber durchaus seine schaurigen Momente hat. Eigentlich immer wieder gerne gesehen: John
Cusack.

Done.