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Sonntag, 31. März 2013

» Vue en blog. Januar-März|13

Abrechnung erstes Serienquartal 2013:
· Criminal Minds Staffel 3;
· The West Wing Staffeln 3 & 4;
· Suzumiya Haruhi No Yûutsu (Die Melancholie der Haruhi Suzumiya) — die ersten vier Episoden;
· The Big Bang Theory Staffeln 3, 4 & 5;
· Star Trek(: The Original Series) Staffel 1;
· Star Trek: The Next Generation Staffel 1;
· Forbrydelsen (Kommissarin Lund - Das Verbrechen) Staffeln 1 & 2.
Die drei Erstgenannten auf DVD, Rest BD. *Bazinga*

Januar 2013:
02. & 03.| Die Nibelungen: Teil 1: Siegfried & Teil 2: Kriemhilds Rache BD (DE — 1924 | Regie: Fritz
        Lang) Die Nibelungen Poster (DE) Film ist eine der jüngeren Kunstformen und
konnte sich über mehr als ein Jahrhundert
immer wieder weiterentwickeln. Welch
schiere Kraft so manches Frühwerk
- schwarzweiß und/oder stumm - entfaltet,
fasziniert mich unheimlich. Die Nibelungen
ist so eines. Ein Meilenstein von einem
Großmeister (und einer Großmeisterin!) des
Fachs. Das klingt alles etwas pathetisch,
aber ich war aus mehreren Gründen
einfach überwältigt, werde es damit mal
bewenden lassen und mich auf die nächste
Sichtung freuen.
Ein Teil meiner Begeisterung lässt sich
sicherlich auch auf die hervorragende
"Masters of Cinema"-Blu-ray zurückführen.







4.| Prometheus* OV BD (GB·US — 2012 | Regie: Ridley Scott)
        Sir Ridley once more.
10.| We Need To Talk About Kevin (GB·US — 2011 | Regie: Lynne Ramsay)
        Hätten sich die Beteiligten, in allererster Linie die beiden Erziehungsberechtigten, den Filmtitel
        doch mal zu Herzen genommen ... Ein aus diversen Gründen mutiges und in seiner gesamten
        Umsetzung überzeugendes & verdammt starkes Drama. Absolute Empfehlung.
11.| Hanna OV BD (DE·GB·US — 2011 | Regie: Joe Wright)
        Dieser Abenteuer-Drama-Coming-of-age-Thriller-Action fehlt es leider an einer klaren Richtung.
        Leider, deshalb, weil die Teile für sich genommen richtig gut funktioniert haben. Nur ergibt sich
        zusammengesetzt kein ordentliches Bild. Saoirse Ronan war aber so oder so hypnotisierend.
12.| Drive OV BD (US — 2011 | Regie: Nicolas Winding Refn)
        Man verzeihe mir ein zweites Konstrukt: "Europäisch anmutendes, stil(mix)sicheres
        Understatement-Action-Arthauskino mit US-amerikanischen Schauwerten". Mit Veröffentlichung
        dieses Clips im Mai 2011 war ich irgendwie scharf auf den Streifen. Geile Mischung, großartiger
        Film. Nicht nur Gosling als wortkarger, ikonografischer Held rockt gewaltig.
26./27.| Ludwig (DE·FR·IT — 1972 | Regie: Luchino Visconti)
        Fünfteilige, zugleich opulente wie sensible Filmbiographie über das Leben Ludwigs II. von Bayern
        während der Jahre seiner Regentschaft bis hin zu seinem ominösen Tod 1886. Unter der Regie
        seines Lebenspartners verschmilzt Helmut Berger mit seiner Rolle. Die Zeit verging wie im Fluge.
        Beeindruckender, feiner Film.
Februar 2013:
17.| Star Wars: Episode VI - Return Of The Jedi BD (US — 1983 | Regie: Richard Marquand)
        Damit habe ich alle Teile der Hexalogiebox gesehen. Ich muss gestehen, dass es inzwischen in
        Teilen schon an Fremdscham grenzt, was einem in dieser Abschlussepisode geboten wird. Gut,
        dass es (unter anderem) noch das wirklich packende Vater-Sohn-Imperator-Konfliktdreieck gibt.
        Bei Gelegenheit noch die Bonusdiscs der Box durchschauen. Ich bin gespannt, was die dritte
        Trilogie bringt ...

Okay ... ¡Cut!
Ich hatte es ja eigentlich schon vor gut einem Jahr vorgehabt. Lean cuisine und so. Wird Zeit, es auch umzusetzen. Ab jetzt gibt's das FilmTageBuch bzw. die "Vue en blog"-Einträge mit neuem Layout und zwecks subjektiver Note dem von mir bisher immer bewusst gemiedenen 10-Punkte-Bewertungssystem. Mal sehen, wie sich das so macht. EinzelBeiträge wird es weiterhin bei Kinogängen und persönlichen Highlights + Zeit|Lust geben. (Außerdem habe ich die Produktionslandabkürzungen von Kfz-Nationalitätskennzeichen auf ISO umgestellt.) Ende der Durchsage.
Und ... ¡Action!

21.| Source Code BD (US — 2011 | Regie: Duncan Jones)
You thought you were creating eight minutes of a past event, but you're not.

Source Code Cloud Gate
        7/10
24.| Winter's Bone BD (US — 2010 | Regie: Debra Granik)
Winter's Bone
I'd be lost without the weight of you two on my back. I ain't goin' anywhere.

        8/10
     | Brave OmU BD (US — 2012 | Regie: Mark Andrews & Brenda Chapman)
Brave Poster (BR)
        Schottenrock hoch und ...
Feast your eyes!

        7/10
25.| The Ides Of March BD (US — 2011 | Regie: George Clooney)

"Ambition seduces. Power corrupts."
The Ides Of March Poster Ausschnitt (US)
        7,5/10
     | The King's Speech BD (AU·GB·US — 2010 | Regie: Tom Hooper)
My castle, my rules.
                  — Lionel Logue, CVO

The King's Speech (Key Art)
        8/10
26.| Shame OV BD (GB — 2011 | Regie: Steve McQueen)
Stop playing the victim.

Shame Poster Ausschnitt (JP)
        9/10
     | J. Edgar BD (US — 2011 | Regie: Clint Eastwood)
I would rather have a dead son than a daffodil for a son.                                                                         — Anna Marie Scheitlin Hoover

J. Edgar BD-Cover Ausschnitt (CA)
        7/10
27.| Guilty By Suspicion (FR·GB — 1991 | Regie: Irwin Winkler)
In the name of ridding the world of Communism you destroyed her life!

Guilty By Suspicion Quad Poster Ausschnitt (GB)
        6,5/10
März 2013:
1.| Batoru Rowaiaru Director's Cut Om(engl.)U BD (JP — 2000 | Regie: Kinji Fukasaku)
        Battle Royale.
Battle Royale Poster Ausschnitt (Mondo)
"42 Students, Three Days, One Survivor, No Rules."
        8,5/10
     | The Cabin In The Woods OV BD (US — 2011 | Regie: Drew Goddard)
The Cabin In The Woods Poster Ausschnitt (Mondo)|SPOILER bei Klick!
Judah Buckner to the rescue.

        7/10
2.| Kari-gurashi No Arietti BD (JP — 2010 | Regie: Hiromasa Yonebayashi)
        Arrietty - Die wundersame Welt der Borger.
Arrietty
        8/10
4.| Boksuneun Naui Geot BD (KR — 2002 | Regie: Park Chan-wook)
        Übersetzt: "Mein ist die Rache" — "deutscher" Titel: Sympathy For Mr. Vengeance.
Boksuneun Naui Geot Poster Ausschnitt (KR)
        8,5/10
5.| Oldeuboi BD (KR — 2003 | Regie: Park Chan-wook)
        Oldboy.
Lache, und die ganze Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst allein.

Oldboy
        8/10
6.| Mou Gaan Dou Om(engl.)U BD (HK — 2002 | Regie: Wai-keung Lau & Alan Mak)
        Infernal Affairs - Die achte Hölle.
Mou Gaan Dou Poster Ausschnitt (HK)
        8,5/10
12.| Chinjeolhan Geumjassi BD (KR — 2005 | Regie: Park Chan-wook)
        Übersetzt: "Gutherzige Frau Geum-ja" — internationaler & "deutscher" Titel: [Sympathy For]
        Lady Vengeance
.
Rache{Schuld. Sühne. Erlösung.}engel

Chinjeolhan Geumjassi Poster Ausschnitt (KR)
        8,5/10
13.| Sleeping Beauty BD (US — 1959 | Regie: Clyde Geronimi)
        Walt Disneys Dornröschen + Dokumentarkurzfilm Grand Canyon.
"Wondrous to see... Glorious to hear..."

Sleeping Beauty Poster Ausschnitte
        7,5/10
17.| Wo Hu Cang Long Englische Fassung BD (CN·HK·TW·US — 2000 | Regie: Ang Lee)
        Crouching Tiger, Hidden Dragon — "deutscher" Titel: Tiger & Dragon. Wuxia-Film reloaded.
Wo Hu Cang Long
        8/10
23.| El Secreto De Sus Ojos BD (AR·ES — 2009 | Regie: Juan José Campanella)
        [Das Geheimnis] In ihren Augen. Die Zeit heilt alle Wunden.
El Secreto De Sus Ojos
Oder?
        8,5/10
24.| The Maltese Falcon OV BD (US — 1941 | Regie: John Huston)
"... the immortal private eye classic!"
The Maltese Falcon Poster Ausschnitt (FR)
        7,5/10

Fin

Montag, 1. März 2010

Per Un Pugno Di Dollari (DVD) | 19. Oktober 2009

D·E·I — 1964 | Regie: Sergio Leone (...)

Per Un Pugno Di Dollari Poster (J)












Gut informiert zu sein ist eine Existenzfrage. Davon kann das Leben abhängen.

"(...) The Italian Western was born not from ancestral memory but from the herd instinct of film-makers who, when young, were head over heels in love with the American Western. In other words, the Hollywood Western was born from a myth; the Italian one is born from a myth about a myth ..."
Alberto Moravia, Januar 1967(* Seite 118)

Einer der nicht nur die Liebe zu US-Western sondern durch beide Elternteile zum Film allgemein wohl schon mit der Muttermilch aufgesogen hat, war der 1929 geborene und rund um die Viale Glorioso im römischen Stadtteil Trastevere auf- & herangewachsene Sergio Leone. Nachdem er selbst u.a. durch ein paar Sandalenfilme im Filmgeschäft Fuß gefasst hatte und bereits einige Hände voll Western italienischer Produktion gedreht waren, sah der leidenschaftliche Kinogänger im Herbst '63 Akira Kurosawas Samuraiepos Yojimbo (das seinerseits von westlicher Kultur inspiriert ist, ich allerdings immer noch nicht gesehen habe!). Leone sieht darin die Idee, dem geliebten, aber langsam sterbenden Western u.a. durch die Hinzunahme fremder Einflüsse neues Leben einzuhauchen — und sollte damit ein ganzes Genre erschaffen, das bis heute die Popkultur nachhaltig beeinflusst. Gleich vorweg: Wahrscheinlich weil sich darüber seinerzeit kaum jemand von der italienischen Crew einen Kopf gemacht hat, reklamiert Kurosawa die Originalität der Geschichte des einsamen Helden, der zwei rivalisierende Banden einer Stadt geschickt gegeneinander ausspielt und erhält im für ihn erfolgreichen Rechtsstreit nicht nur einen prozentualen Anteil des weltweiten Einspielergebnisses von Per Un Pugno Di Dollari, sondern auch die Vermarktungsrechte für Teile Asiens. Er sollte daran mehr verdienen als durch seinen eigenen Film.

Für eine Handvoll Dollar ist ohne Zweifel der genrebildende Auftakt einer Flut von "Western all'Italiana" innerhalb derer Leones Beiträge wohl die bekanntesten sind. In diesem ersten Film der später so genannten "Dollar-Trilogie" sind die typischen Zutaten bereits angelegt: Vor allem die Einführung eines radikal anderen Typs des Wild-West-Helden, der in erster Linie mal an sich selbst denkt, damit verbunden eine bewusst unterschiedliche Auffassung von Ehre & Moral sowie die meist rohe und explizite Darstellung von Gewalt grenzen den Italo- von den amerikanischen Western ab. Hinzukommen solche unverwechselbaren Markenzeichen wie mit ihrem "Pop-Appeal" an James Bond erinnernde Eröffnungstitel (Eugenio Lardani hatte ich auch hier schon mal erwähnt), die i.d.R. südspanischen, markanten Drehorte & Landschaften, Leones Auge für Totalen und extreme Detailaufnahmen oder seine einzigartige Choreographie von Bild(-schnitt) & Ton ... das alles sind ein paar der Punkte, die mir beim Ansehen ein breites Grinsen ins Gesicht treiben. Die oben angesprochene, ansprechende Handlung tut in Verbindung mit dieser stilvoll-gediegenen Inszenierung ihr Übriges, astrein zu unterhalten. Natürlich spielt auch der Poncho-tragende und seinen Toscano-Zigarillo schwingende Darsteller des Protagonisten - neben dem von Theatermime Gian Maria Volontè großartig verkörperten Antagonisten - eine gewisse Rolle: Bronson, Coburn, Fonda ... Namen, die Leone wollte, aber aufgrund des (noch) sehr bescheidenen Budgets (noch) nicht bekommen konnte. Clint Eastwood, 34-jähriger Schauspieler in der US-TV-Westernserie Rawhide nutzte die Gelegenheit für einen bezahlten Urlaub in Europa und wurde für eine Handvoll 15.000 Dollar verpflichtet. Der Rest ist Filmgeschichte.

Was bleibt, ist noch die Erwähnung des Beitrags eines Mannes zu diesem Film, der in diesem Blog schon an der ein oder anderen Stelle auftauchte: Leones ehemaliger Klassenkamerad(* Fotoabschnitt 1, Bild 4) Ennio Morricone. Sein Soundtrack ist nicht nur der Beginn einer Leone-Morricone-Symbiose, sondern einer der ersten - zumindest für sein Schaffen während der '60er Jahre - charakteristischen Glanzpunkte des vielseitig ausgebildeten Komponisten. Viele sollten folgen ...

* aus Sir Christopher Fraylings "Sergio Leone: Something To Do With Death"
(mit dessen Lektüre ich Lesehonk gerade beschäftigt bin)

Mach drei Särge fertig.

Eastwood im Sarg

Donnerstag, 31. Dezember 2009

» Vue en blog. November-Dezember|09

Bevor wir A.D. 2010 schreiben, hier die Liste jener welcher ...

In Sachen Serien gab es während der beiden Monate folgendes:
Ein wenig Gilmore Girls; Alias komplett, Staffeln 1 bis 5. Rambaldi rockt — und das trotz Jennifer Garner. Der Rest des Cast und J.J. Abrams hauen's locker wieder raus. The Big Bang Theory (Staffel 1 komplett, mit Staffel 2 begonnen); Ricky Gervais grenzgenial: The Office (Staffel 1 komplett, gerne mehr ...!); Two And A Half Men (ein paar Folgen, die zu der Entscheidung führten, es mangels Spaß nicht weiterzugucken); noch mal "Britcom": Knowing Me, Knowing You With Alan Partridge bzw. Steve Coogan & Patrick Marber (u.a.) und seit dem 20. Dezember schließlich: Six Feet Under. Neben Lost ist das wohl meine neue Lieblingsserie. Dazu später mal mehr ...

November 2009:
13.| Tightrope (USA — 1984 | Regie: Richard Tuggle)
Der deutsche Titel: Der Wolf hetzt die Meute. Fragt sich, wer hier der Gehetzte ist ... Eastwood
in seinem Paradecharakter als Mann in dem viel vorgeht, es aber tief in sich verbirgt.
Stellenweise ziemlich düster zieht einen dieser Copthriller in Teilen sehr schön in die verschwitzt-
fiesen Ecken von New Orleans und ins Hirn von Jäger & Gejagtem.
14.| The Usual Suspects (D·USA — 1995 | Regie: Bryan Singer)
"The greatest trick the devil ever pulled was convincing the world he didn't exist." Singers
Durchbruch als Regisseur (mit der Idee/dem Drehbuch von Christopher McQuarrie) ist eine
irrwitzige, in Rückblenden erzählte und mit eigentümlichen Charakteren gespickte Whodunit-
Variante, die bis zum krassen Ende fesselt. Produktionstechnisch mir manchmal etwas zu glatt
geraten, aber das mag auch an den '90ern liegen.
15.| Hudson Hawk* (USA — 1991 | Regie: Michael Lehmann)
| Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Gräfin Cosel (DDR — 1985 | Regie: Hans-Joachim Kasprzik)
3x2-teilige (siehe unten) DDR-Fernsehproduktion, die auf der als "Sachsentrilogie" benannten
Romanreihe des polnischen Schriftstellers Kraszewski beruht und die Geschichte Sachsens sowie
die (Un-)Geschicke seiner Mächtigen während des 18. Jahrhunderts frei nachzeichnet. Das
Ganze ist nicht nur historisch packend, sondern u.a. auch durch die verwendeten Originalschau-
plätze und Schauspieler(-leistungen) absolut sehenswert! Dieser erste Teil gefiel mir am besten.
| Kramer Vs. Kramer (USA — 1979 | Regie: Robert Benton)
Ein einfach ausgezeichneter Film mit Herz & Verstand, der die Auswirkungen einer Trennung
auf alle Beteiligten (vor allem für den alleinerziehenden Vater und seinen Sohn) wohl sehr
realistisch darstellt und zum Nachdenken anregt. Meryl Streep und Dustin Hoffman (inkl. dem
achtjährigen Justin Henry) beeindrucken einmal mehr. Große Klasse ...
20./21.| Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Brühl (DDR — 1985 | Regie: Hans-Joachim Kasprzik)
Siehe oben.
Dezember 2009:
6.| The Dark Knight* (USA — 2008 | Regie: Christopher Nolan)
Premiere: In Full HD auf Blu-ray. Augenöffner ...
20.| Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Aus dem siebenjährigen Krieg (DDR — 1987 |
Regie: Hans-Joachim Kasprzik)
Siehe oben.
21.| 8 Mile (D·USA — 2002 | Regie: Curtis Hanson)
Drama über eine entscheidende Phase/Station im Leben des weißen Detroiter Rappers Jimmy
'B-Rabbit' Smith
, der es aus dem tristen Dunstkreis der "falschen" Seite der 8 Mile Road schaffen
will. Mit semibiographischen Zügen des Marshall Bruce Mathers III a.k.a. Eminem. Durchaus
interessant und überzeugend, wenn man das auch prinzipiell hier & da schon gesehen hat.
| Riding In Cars With Boys (USA — 2001 | Regie: Penny Marshall)
Und gleich der nächste Film mit Brittany Murphy (R.I.P.) hinterher ...
Wie das Leben (einem) so (mit-)spielt. Und wie Beverly Donofrio damit klarkommt. Diesmal
tatsächlich autobiographisch. Und gleichzeitig wunderbar ungewöhnlich, brüllend komisch und
tief traurig. Einer dieser großen kleinen Filme.
24.| Harry Potter And The Sorcerer's Stone (GB·USA — 2001 | Regie: Chris Columbus)
Der erste Potter. Weihnachtlich. In HD. Auf BD.

Freitag, 22. Mai 2009

Gran Torino (Kino) | 8. April 2009

AUS·USA — 2008 | Regie: Clint Eastwood (...)

Gran Torino Poster (USA)

War es Marketingkalkül? Wäre das überhaupt nötig gewesen? Ob nötig oder nicht ... Gran Torino ist in Sachen Regie Eastwoods sowohl kommerziell als auch "IMDb-wertungstechnisch" mit (aktuell) Rang #77 erfolgreichster Film und trotzdem weiß ich bis dato immer noch nicht, woher das Gerücht stammt, dass dieser Streifen sein letzter Auftritt vor der Kamera gewesen sein soll — im Dezember vergangenen Jahres erklärte er in jedem Fall noch: "I don’t know. I never think of retirement really. The only reason I ever thought about retiring from the front part of the camera as opposed to the back is sometimes you think, “How many roles are there for someone my age?” I enjoy working. I keep working because I learn something new all the time." Den letzten Nebensatz hat er dann wohl auch mit seinem hiesigen Protagonisten gemein ...

Walt Kowalski (Eastwood) erwartet vor allem nach dem Tod seiner Frau endgültig nichts mehr von seinem Leben außer von allem & jedem in Ruhe gelassen zu werden. Der zynisch-reaktionäre und chronisch unzufriedene Koreakriegsveteran verbirgt seine inneren Konflikte tief in sich und stößt sein Umfeld lieber schnell barsch vor den Kopf bevor dies es mit ihm tun kann. Erst durch die Begegnung mit den ostasiatischen Nachbarn seines Viertels gelingt es Kowalski auf seine alten Tage noch mit sich & seiner Umwelt ins Reine zu kommen.

The thing that haunts a guy is the stuff he wasn't ordered to do.

Beeindruckend, wie Eastwood es einmal mehr schafft, seine parabelartige Geschichte gleichzeitig packend und gefühlvoll (und dabei für meine Begriffe frei von Kitsch und selten belehrend wirkend) auf die Leinwand zu bringen. Ein Drehbuch und Charaktere mit einer klaren Sprache, nur allzu menschlichen Ecken & Kanten sowie einem entspannenden Schuss Ironie sind vielleicht ein paar der Punkte, die diese Gratwanderung möglich und zu einem nachhaltigen und unterhaltsamen Erlebnis machen — zumindest bei diesem Film, in dem es (auch) um Vorurteile, Freundschaft, Vertrauen, Mut und Selbstachtung geht. Dass Walt Kowalski wie eine Art Destillat einiger ehemaliger Eastwood-Verkörperungen erscheint und das erlebt, was er erlebt, macht die Sache zusätzlich tragikomisch. Darüber hinaus ist das diesjährige Interview, das die SZ mit dem Altmeister geführt hat eine echte Empfehlung. Dort wird ebenfalls manches große Wort gelassen ausgesprochen — lesenswert!

Zu guter Letzt gibt es den finalen Song von (u.a.) & mit dem im weitesten Sinne jazzenden Engländer Jamie Cullum, der Gran Torino mit einer wunderbar melancholischen Note abschließt. Ich finde: Große Klasse. Wie der Film.







© 2008 Warner Bros. Entertainment Inc.