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Dienstag, 10. Juli 2012

The Girl With The Dragon Tattoo (Kino) | 12. Januar 2012

NO·SE·US — 2011 | Regie: David Fincher (...)


TGWTDT Poster (US)Meine erste Berührung mit dem Stieg-Larsson-Hype erfolgte durch meine belesene Freundin. Die lesefaule Sau, die ich bin, habe ich trotz aller Empfehlungen zuerst die drei schwedischen Adaptionen gesehen bis ich schließlich Ende 2010 zu den drei Büchern (topp ...!) griff und Anfang 2011 im ZDF die verlängerten TV-Schnittfassungen liefen. Ein knappes Jahr später also Hollywood mit seiner Version - kein Remake - unter der Regie von Großmeister Fincher. So weit die einleitenden Sätzchen, die ich damals noch halbwegs zeitnah nach der Kinosichtung entwurfsweise in das Blog gepackt hatte. Inzwischen ist Midsommar passé, genauso wie detailiertere Erinnerungen an das Projekt nach The Social Network. Deshalb ohne großes Rumgeschwafel: Mir haben die (ich nenne sie jetzt mal so) Originaladaptionen schlicht besser gefallen; stimmiger, natürlicher, (nord-)europäischer. Auch schauspielerisch. Vielleicht liegt's an der Erstprägung. Aber: Im Umkehrschluss heißt das nicht, dass ich die amerikanische Variante schlecht fand, im Gegenteil. Wie angedeutet ist das eine zweite, eigenständige Adaption der Vorlage mit stellenweise anderen Gewichtungen. Mangels Lust, mir jetzt hier was aus den Fingern zu saugen, schreibe ich als Fanboy, der ich bin: Den Film, der mir von ihm nicht gefällt, muss Fincher erst noch drehen (die Ausnahme, die die Regel bestätigt ist unter Umständen Benjamin Button). Durchweg eine gediegene Produktion & Stimmung, die unter anderem auch (wieder) durch einen progressiven Soundtrack von Reznor/Ross unterstützt wird — höre oben. Da gibt's viel Gutes, auf das ich mich bei der Zweitsichtung freue. Die Blu-ray-Disc steht in jedem Fall schon im Regal (meiner Freundin). Eventuell dann mal mehr.

P.S.: Trotz dieses Artikels vom Januar bin ich noch nicht so richtig überzeugt, wie bzw. ob es mit The Girl Who Played With Fire & The Girl Who Kicked The Hornets’ Nest weitergeht ...?

Donnerstag, 31. März 2011

» Vue en blog. Januar-März|11

... gucktechnisch 'ne äußerst magere Ausbeute für das erste Quartal, aber: The times they are a-changin'.

Serieös:
Außer Seinfeld Staffel 4 und dem Beginn von HBOs Rome auf BD nix gewesen. Ersteres geht aber auch immer, weil belanglos klasse. Letzteres bisher packend — dazu dann wahrscheinlich mehr im nächsten VEB-Eintrag.

Januar 2011:
8.-13.| Tod eines Schülers (DE — 1981 | Regie: Claus Peter Witt)
        Ein beeindruckendes Stück TV-Geschichte, nun fast genau 30 Jahre nach der ZDF-Erstausstrah-
        lung gesehen ... aus Furcht vor Nachahmung bzw. durch Druck von Elternverbänden wurde die
        sechsteilige und sich mit den (Hinter-)Gründen des Suizids eines Abiturienten auseinandersetzen-
        de Miniserie juristisch erst 2009 für eine Videoauswertung freigegeben — siehe dazu auch
        Wikipedia. Ernsthaft - auch schauspielerisch & dramaturgisch überzeugend -, differenziert und
        problembezogen wird das Thema hier beleuchtet und trotz 80er-Jahre-Patina gibt es genügend
        aktuelle Anknüpfpunkte. In Zeiten von hektisch-medialer Reizüberflutung wünscht man sich ein
        solch engagiertes, aber sachlich-ruhiges öffentlich-rechtliches Fernsehen zurück.
Februar 2011:
        Into the great wide open. Es gab nichts zu sehen. Bitte gehen Sie weiter.
März 2011:
25.| Klute (US — 1971 | Regie: Alan J. Pakula)
        Feinste "New Hollywood"-Kost, die ich unbedingt noch mal sehen möchte.
27.| Kurenai No Buta (JP — 1992 | Regie: Hayao Miyazaki)
        Pòrco Rósso ist eine abenteuerliche Hommage an die Goldenen 20er mit vielen typischen Ghibli-
        Zutaten und schon allein deshalb sehenswert.
28.| The Social Network* BD (US — 2010 | Regie: David Fincher)

Sonntag, 31. Oktober 2010

The Social Network (Kino) | 19. Oktober 2010

US — 2010 | Regie: David Fincher (...)

The Social Network Poster (DE)David Fincher, der wohl schon zur Gruppe der fähigsten Regisseure unserer Zeit zählen dürfte und Aaron Sorkin, der mich vor allem als Schöpfer & Drehbuchautor der großartig hintergründigen Politserie The West Wing beeindruckte, tun sich für einen Film über Facebook zusammen ... aufgrund meiner Meinung über die beiden Talente gehörte der eigentlich ins Pflichtprogramm, wenn ich mir auch erst mal nur schwer vorstellen konnte, was mich inhaltlich daran interessieren könnte. Persönliches Desinteresse kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die mit nach eigenen Angaben seit Juli dieses Jahres einer halben Milliarde Benutzerkonten ausgestattete Web-2.0-Plattform im WWW durchgesetzt hat. Grund genug für einen Streifen über die Entstehung und Macher eines Phänomens, bei dem Menschen bereitwillig unter anderem Privates & Persönliches einer breiten Internet-Öffentlichkeit zugänglich machen ...? Definitiv ja. Das soziale Netzwerk beschäftigt sich mit den "offline"-Beweg- & Hintergründen, die in Rückblenden aus zwei eidesstattlichen Vernehmungen heraus beleuchtet werden, auf denen der Film neben dem Buch "Milliardär per Zufall (...)" von Ben Mezrich basiert. Gewünscht hätte ich mir (viel) mehr zu dem angesprochenen "online"-Phänomen. So ist das Ganze im Wesentlichen ein tragisch-flottes Sorkin-Portrait des einsamen IT-Nerds und Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, seiner (Mit-)Streiter und einer geldwerten Erfindung, deren New-Economy-Erfolg aus Spaß Ernst werden sowie die Charaktere hinter den Beteiligten erkennen lässt. "Fundamentally, you could tell the same story about the invention of a really good toaster.", so Sorkin in dem lesenswerten Artikel des New York Magazines in dem auch seine skeptische Zurückhaltung bezüglich des Internets und dessen moderner Kommunikationsmöglichkeiten deutlich wird. Auf der Basis konnten meine Erwartungen also gar nicht erfüllt werden. Handwerklich ist das vom ersten bis zum letzten Frame in allen Belangen feinstes Kino. Fincher ist da schlicht eine Bank. Die Kollaboration beim Soundtrack mit Neun-Zoll-Nägel-Mann Trent Reznor samt Kollege Atticus Ross unterstützt perfekt — einen 5-Stücke-Einblick gibt's hier zum freien Herunterladen. Auf die Zweitsichtung dieses allgemein hochgelobten Films über die iGeneration, der mir leider nicht so viel Neues erzählt hat wie ich erwartete, freu' ich mich trotzdem schon.

Sonntag, 28. Februar 2010

» Vue en blog. Januar-Februar|10

Gas-Gerd. Der Lupenreine.Agenda 2010 — die ersten zwei Monate:

Serie(n) aktuell:
Lost Staffel 4 bzw. Staffel 5 (beide auf BD — die Qualität ist wirklich beeindruckend); bevor es Anfang Februar auf dem US-Sender ABC mit der sechsten & finalen Staffel weitergeht. Nach SFU resp. der Zeit nach der letzten Sichtung fiel es anfangs etwas schwerer, wieder auf der Insel Fuß zu fassen. Das hat sich allerdings inzwischen gelegt — lost in time & space again ...
Darüber hinaus: Die ersten fünf Episoden der bizarren Welt von Dexter, die ersten drei Episoden von David E. Kelleys High-School-Serie Boston Public [klasse!], diese eine Episode Seinfeld, die jeweils erste Episode von Cheers bzw. Star Trek: TOS (in HD; Hut ab) sowie einige Folgen Party Of Five. Außerdem: Ausgewählte Episoden der immer (sehr!) gern gesehenen Serien CSI: Crime Scene Investigation (Staffeln 4, 6 & 7) und Everybody Loves Raymond und die Hälfte der ersten Staffel von Brothers & Sisters.
Dann gab's noch die 24 Stunden der Tage 3 & 4 im Leben des Jack Bauer resp. einen Teil des Tages 5 — topp. Ein kurzes Wort vielleicht noch dazu: Gregory Itzin als Präsident Charles Logan ist eine verdammte Offenbarung (im O-Ton auf jeden Fall ...).

Januar 2010:
7.| Fried Green Tomatoes (USA — 1991 | Regie: Jon Avnet)
Frauenfilm Nr. 1: Basierend auf einem Roman der Südstaaten-Schriftstellerin Fannie Flagg ist das
solide schön in Rückblenden erzähltes Hollywoodkino über unterschiedliche Frauen, ihre
Emanzipation(en) und Beziehungen zueinander damals & heute. Jessica Tandy und Kathy Bates
haben und machen sichtlich Spaß.
16.| Tekkon Kinkurîto (J — 2006 | Regie: Michael Arias)

Tekkonkinkreet Poster (J)

Ein Amerikaner in Tokio: Emigrant & Animatrix-Produzent Michael Arias führt(e) Regie in diesem
alle Sinne faszinierenden Anime über zwei ungleiche, jugendliche Brüder und ihren Kampf um ihr
Territorium Treasure Town. An diesem Genre finde ich langsam immer mehr Geschmack. Für den
Soundtrack zeichnete das UK-Electronica-Duo Plaid verantwortlich — höre unten.
Dicke Sehempfehlung!







© 2006 Aniplex Inc.

17.| The Impostors (USA — 1998 | Regie: Stanley Tucci)
Es scheint, als hätten Tucci und sein hervorragendes (!) Ensemble bei seiner zweiten Drehbuch-/
Regiearbeit richtig Spaß gehabt. Eine schräge Verneigung vor Slapstick und Situationskomik im
30er-Jahre-Gewand. Campbell Scott als Nazi Meistrich und das Finale sind einen besonderen Blick
wert.
18.| Death Proof (USA — 2007 | Regie: Quentin Tarantino)
Frauenfilm Nr. 2: Ich wusste, dass mir des Podophilen Beitrag zum Grindhouse-Double-Feature
besser gefallen würde (vgl. Planet Terror). Hier stimmte für mich so ziemlich alles und die letzte
halbe Stunde rockt den Pansen einfach nur fett [Chapeau Zoë Bell ...]. Wiedersehen macht
Freude!
21.| Cool Hand Luke BD (USA — 1967 | Regie: Stuart Rosenberg)
"What we've got here is failure to communicate." Paul Newman in sicherlich einer seiner
markantesten Rollen als selbstverständlich unkonformer Häftling, der damit nicht nur sich und
seinen Aufsehern das Leben schwer, sondern seinen Mitgefangenen selbiges unbewusst auch
leichter macht. Basiert auf dem Roman von Donn Pearce, einst selbst "Mitglied" einer Südstaaten-
Chain-Gang. Lalo Schifrin sorgt für die passende Filmmusik. Ein unbeugsamer Klassiker. Nicht nur
unter den Gefängnisfilmen.
22.| WALL·E BD (USA — 2008 | Regie: Andrew Stanton)
Animationsfilme auf Blu-ray sind schon was fürs Auge ... krass. WALL·E macht Laune — schick
kurzweilig, mit (massenkompatibler) Botschaft. Per se erst mal nix Schlechtes, wie man hier
sieht!
Persönliche Randnotiz: Animationsfilme mit mehr Mut & Eigenständigkeit heißen Animes. ;)
23.| The Curious Case Of Benjamin Button BD (USA — 2008 | Regie: David Fincher)
Irgendwie erschien mir dieser Fall Film nach Sichtung tatsächlich etwas seltsam ... In Sachen
"production values" ist das ein absoluter Genuss — nicht umsonst ein Fincher. Aber was genau
hatte der zentrale Ausgangspunkt der (auf F. Scott Fitzgerald basierenden und bspw. hier
runterladbaren Kurz-) Geschichte mit der Handlung an sich zu tun?! Hinzukommen Eric Roths
übernommene, schon als "nicht mehr feierlich" zu bezeichnende Parallelen (s)eines Drehbuchs
von 1994: Forrest Gump. Aging backwards. Tolle Show. Perlen vor die Säue. [Siehe dazu auch
Link 1 und Link 2 — Spoiler!] Das nächste Mal wieder etwas Originalität, Herr Fincher. Nicht den
Scorsese machen und auf den Oscar hinarbeiten ... bitte.
24.| Alien 'Director's Cut' (GB·USA — 1979 | Regie: Ridley Scott)
Da dieser Streifen irgendwann noch mal 'nen Einzelbeitrag verdient hat, breche ich mir hier
jetzt mal keinen ab und schreibe einfach nur: Zeitlose & maßstabsetzende Großtat von Scott.
| Aliens Special Edition (GB·USA — 1986 | Regie: James Cameron)
Cameron lässt es krachen. Kleckern ist ein Fremdwort. Eigentlich immer bei seinen Filmen, oder?
So anders als der Vorläufer und auf seine Art genauso gut. So viel wenig mal dazu ...
25.| Alien³ Special 'Assembly Cut' Edition (USA — 1992 | Regie: David Fincher)
Diese Produktion stand wohl von Anfang an unter keinem guten Stern — kein fertiges Skript,
dafür bereits fertiggestellte Sets, die genutzt werden wollten ... einige Zeilen mehr über David
Finchers Spielfilmdebut|Albtraum findet man z.B. hier. Ich kann nur sagen, dass mich dieser
dritte Beitrag zum Alien-Franchise von Anfang an beeindruckt hat. Der von der Welt, aber nicht
von Gott entrückte Handlungsort, die dazu passende Symbolik, die ungewöhnliche Gemeinschaft
der Charaktere. Dazu Finchers Optik und Schauspieler wie Charles Dance oder Charles S. Dutton
(um nur zwei zu nennen). Trotz seiner Mängel (speziell die des 'Assembly Cut') ein für mich
absolut würdiger Teil der Reihe, die auch & vor allem durch ihre Abwechslung besticht.
Jean-Pierre Jeunets Beitrag dazu muss noch gesichtet/ergänzt werden.
26.| Predator* (USA — 1987 | Regie: John McTiernan)
30.| When Strangers Appear (AUS·NZ·USA — 2001 | Regie: Scott Reynolds)
Ein irgendwie richtig schön dreckiger kleiner Thriller, dessen Plot man vermeintlich schon 100
Mal gesehen hat, um einen dann aber nicht erst am Schluss leicht bis breit grinsend
zufriedenzustellen. Cool.
31.| Paul Blart: Mall Cop BD (USA — 2009 | Regie: Steve Carr)
Das geht schnell, weil eindeutig: Der Trailer machte keinen gänzlich unlustigen Eindruck. Nach
einer Viertelstunde beschlich mich ein mieses Gefühl: Fremdscham. Die 90 Minuten zogen sich
unsäglich. Das war alles irgendwie so schlecht, dass es auch nicht gut wurde. Kevin James wollte
wohl einfach nur mal Segway fahren. Zum Glück nur geliehen ...
Februar 2010:
6.| The Nightmare Before Christmas BD (USA — 1993 | Regie: Henry Selick)
Zwei Jahre bevor mit Pixars Toy Story der erste vollständig am Computer erzeugte Animationsfilm
veröffentlicht wurde, setzt Tim Burtons "Feiertagsclash" (basierend auf einem von ihm
geschriebenen Gedicht) bewusst auf die Stop-Motion-Technik, die dem Ganzen für meine Begriffe
erst so richtig ihren Charme verleiht bzw. darüber hinaus astrein mit der gespenstischen
Atmosphäre harmoniert. 1A-Unterhaltung, an der (neben Stop-Motion-Spezi Selick) auch Burtons
Haus-und-Hof-Filmmusikkomponist Danny Elfman einen ganz wesentlichen Anteil hat.
7.| Immortal Beloved BD (GB·USA — 1994 | Regie: Bernard Rose)
Wer oder was ist die unsterbliche Geliebte ... das ist der fiktive Aufhänger in diesem wirklich
stimmigen Epochenfilm über den 1770 in Bonn geborenen und schließlich in Wien lebenden Ludwig
van Beethoven. Hier überzeugt nicht nur Gary Oldman in der Rolle des ertaub(ten)enden
Komponisten. Der "Best-Of-Beethoven-Soundtrack" bedarf wohl keines weiteren Kommentars.
12.| Metropolis [ARTE] (D — 1927 | Regie: Fritz Lang)
TV-Sichtungen (die ohnehin kaum noch stattfinden) führe ich hier ja nicht auf — für die
Welturaufführung der rekonstruierten & restaurierten Fassung dieses einflussreichen und als
erster Film überhaupt ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommenen (nicht nur Stumm-
film-)Klassikers, der im Rahmen der diesjährigen 60. Berlinale und gleichzeitig auf ARTE lief, gilt
das nicht. Mehr Infos dazu & darüber hinaus finden sich unter Metropolis 27/10 oder Wikipedia.
"Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein." Dieser zentrale Leitsatz scheint sich
auch im Drehbuchautorin-/Regisseur-Duo und damaligen Ehepaar Thea von Harbou und Fritz Lang
wiederzuspiegeln. Während von Harbou eine an Symbolik und Motiven fast überbordende
Adaption ihres Romans verfasste, verwirklichte sich Lang in der technisch-filmischen Umsetzung
dieser Mammutproduktion mit bis dahin ungesehenen Effekten. Der Mittler muss bei dieser
Konstellation wohl der Zuschauer sein und rückblickend kann ich trotz einiger Kritikpunkte nur
eines tun: Ehrfürchtig staunen — über Hirn & Hand. Ich freue mich auf die Zweitsichtung ...
20.| C'est Pas Moi, C'est Lui (F — 1980 | Regie: Pierre Richard)
Ich weiß nicht, wieviele Filme es gibt, bei denen man als Teenager Tränen gelacht hat und man
dies dann auch noch über die Jahre als Erwachsener tun kann. Zwei Kamele auf einem Pferd (der
deutsche Titel) ist für mich in jedem Fall so ein Film. Köstlicher Klamauk von & mit Pierre Richard
nebst einem kongenialen Partner: Dem Turiner Aldo Maccione. Zusammen mit einer allerfeinsten
Synchronisation aus dem Hause Rainer Brandt und der Stimme des Rostockers Jürgen Thormann
auf Macciones Charakter Aldo Barazzutti kann ich mich allein beim Gedanken daran schon
beeumeln. Ich warte sehnlichst auf die DVD!

Aldo Maccione

21.| Vantage Point BD (USA — 2008 | Regie: Pete Travis)
Wie schrieb ich mal zum Film 11:14: "Das Prinzip verknüpfter Handlungen bzw. Perspektiven ist
nicht neu, (...)" Hier mit dem Versuch, dies in 24-Manier durchzuziehen. Fazit: Bedingt gelungen.
Die Verfolgungsjagd per Automobil ist auf alle Fälle unbedingt gelungen. Ansonsten solide Kurzweil
würde ich sagen.
| Marathon Man (USA — 1976 | Regie: John Schlesinger)
Dieser auf William Goldmans Roman/Drehbuch beruhende New-Hollywood-Thriller hat für mich ab
der ersten Einstellung was latent Bedrohliches und Unbehagliches an sich. Und das hängt nicht
nur mit der Leistung Sir Laurence Oliviers resp. seinem Charakter zusammen, einem ehemaligen
KZ-Arzt, dessen Bruders Tod ihn aus seinem südamerikanischen Unterschlupf treibt. Hoch-
spannend und -interessant.
| Ad Ogni Costo* (D·E·I — 1967 | Regie: Giuliano Montaldo)
25.| Up BD (USA — 2009 | Regie: Pete Docter & Bob Peterson)
Pixars letzter Streich (Toy Story 3 wird im Sommer anlaufen) über einen verwitweten
Misanthropen, der sein letztes, fantastisches & lang erträumtes Abenteuer gezwungenermaßen
mit einem kleinen, eifrigen Pfadfinder bestreitet, hat neben vier weiteren Nominierungen am 7.
März auch die Chance auf den Oscar als Bester Film — nach Beauty And The Beast aus dem Hause
Disney erst der zweite Animationsfilm, dem dies gelungen ist. Gleichzeitig ist Up nach Finding
Nemo
der kommerziell zweiterfolgreichste Film der Pixelschmiede. Es scheint als seien deren
Produktionen Selbstläufer. Ich fühlte mich von Oben sehr gut unterhalten, empfand manchen
starken Handlungsfaden aber leider als zu kurz, andere simpel gesagt zu blöd. Sicherlich alles
andere als ein Ausfall, aber es gibt zumindest bessere, "konsistentere" Pixar-Streifen finde ich.
Ich persönlich warte immer noch auf die BD von The Incredibles ...

Ausbau der Agenda folgt — stay tuned.