Dienstag, 24. Juni 2008

Iron Man (Kino) | 17. Mai 2008

USA — 2008 | Regie: Jon Favreau (...)

Iron Man Teaser-Poster (D)













Let's face it, this is not the worst thing you've caught me doing.

Mann, Mann, Mann — dieser Eisenmann-Beitrag ist blogtechnisch u.a. mehr als überfällig!
Ein wunderbares Wochenendtreffen in Stuttgart mit zwei Bekannten aus dem Cinefacts-Forum wurde - natürlich - auch für einen Kinobesuch genutzt und es bewahrheitete sich mal wieder, dass ein Film von dem man [/ich] so gut wie nichts erwartet richtig Spaß machen kann. Glücklicherweise ging's ins Corso Kino in Vaihingen (meinem ehemaligen Wohnort), wo Iron Man in der englischen Originalfassung und damit ungeschnitten lief.

Tony Stark (Robert Downey Jr.), seines Zeichens Ingenieurwunderkind, Lebemann sowie schwerreicher Erbe & Chef des führenden US-Rüstungskonzerns Stark Industries wird bei einer Waffenvorführung fern der Heimat von Terroristen entführt und erpresst. Anstatt deren Forderungen nachzukommen, bereitet er unterstützt von einem Mitgefangenen seine Flucht vor — mit Hilfe eines "Mehrzweck-Metallanzuges", der in der Folge sein Leben & ihn ganz persönlich verändern soll.

'Klassische' Comicadaptionen sind & waren noch nie wirklich mein Ding — Ausnahmen, die die Regel bestätigen wären bspw. (der zeitlich eigentlich außer Konkurrenz laufende) Diabolik oder die aktuelleren, ernsteren X-Men und Batman [seit Christopher Nolan das Zepter übernommen hat]. Dass mich die aktualisierte, filmische Umsetzung der aus der Feder von Stan Lee & Jack Kirby (u.a.) bzw. deren US-Comicschmiede Marvel stammenden und erstmals 1963 eingeführten Figur des Iron Man "trotzdem" überzeugen konnte, liegt vor allem an zwei Dingen: Einer souveränen & erwachsenen Downey Jr. & Bridges(= nicht zwanghaft jugendlich-hippen) Schauspielerriege und einem augenzwinkernden & angenehm offen zur Schau gestellten ironischen Grundton. Es macht einfach Laune einem Jeff Bridges mit Vollglatze & -bart oder dem lakonisch-lässigen Downey Jr. zuzusehen, dem man gleichzeitig aber auch die Gemütswandlung 'mit Herz' und das Spiel mit den zwei Identitäten seines Charakters abnimmt. Starks Fähigkeiten beruhen dabei nicht auf Übernatürlichkeit, sondern auf den Ideen seines Intellekts, für deren Umsetzung er zudem über das nötige Kleingeld verfügt; insoweit gibt es hier eine Parallele zum Batman eines Bruce Wayne (wie auch Superman dem anderen großen Giganten DC Comics zugehörig). Der sich nicht wirklich ernst nehmende Umgang mit amerikanischen Klischees (wenn auch stellenweise eventuell etwas zu dick aufgetragen), die allgemeine Action sowie Technik der Effekte & des Films sind weitere Punkte, die (Vor-)Freude (auf die ebenfalls bewusst offensichtliche Fortsetzung) machen — hier lohnt es das zu tun, was man eigentlich sowieso immer tun sollte: Sitzenbleiben bis zum Ende des Abspanns.